Ein Ausflug in die Vergangenheit: Zu den Pyramiden

Sand statt Tannenbaum, Pyramide statt quadratisch verpackte Geschenke. Dieses Jahr war Weihnachten bei mir etwas wärmer als normalerweise. Knappe 25°C begleiteten mich bei meiner Reise nach Ägypten. Angezogen wurde ich von den Pyramiden, entdeckte ich auch noch eine andere Seite von diesem historischem und voller Schätzen untergrabenem Land.

Insgesamt besuchte ich vier Städte. Kairo, Giza, Luxor und Hurghada. Jede Stadt bietet unterschiedliche Angebote an und unterscheidet sich von der anderen Stadt. Kairo ist eine Metropole, das wusste ich auch vor meiner Ankunft. Trotzdem überraschten mich die Verkehrsbedingungen. So ein Verkehrschaos ohne Unfall überlebt zu haben, sollte eigentlich ein Wunder sein. Durch die vielen Autos ist die Luft auch nicht angenehm.
Trotzdem gibt es dort sehr viel zu sehen und so war ich nur in einem Bruchteil der Metropole unterwegs, in der Altstadt – die geprägt ist durch die vielen Altbauten und den Straßenhändlern. Im Ägyptischem Museum, welches definitiv von jedem besucht werden sollte! Dort findet man wirklich sehr interessante historische Erlebnisse und ich empfehle euch einen Guide heranzuholen.


Eine Fahrt auf dem Nil mit einem Segelboot ist auch eine tolle Sache und auch ideal, wenn man die Seite wechseln will. Generell würde ich euch empfehlen ein Privattaxi zu mieten, mit dem ihr vorher einen Preis ausmacht. Ansonsten zahlt ihr sehr wahrscheinlich etwas mehr.
Von Kairo aus kann man in wenigen Minuten nach Giza fahren um sich die Pyramiden anzuschauen. Ein besonderes Ereignis für mich. Jahrelang kennt man die Pyramiden aus Fotos, Erzählungen, Schulzeiten und sogar Zeichentrickserien und nun steht man einfach so davor. 144 meter hoch, aus massivem Sandstein gebaut und von vielen Menschen aus aller Welt besucht. Wenn man überlegt wie viele Steine aufeinander gebaut wurden und dass ein Stein größer ist als ein Mensch..

Viele Besucher besuchen das Innere der Cheops-Pyramide. Ich empfehle euch lieber in die kleine Pyramide daneben reinzugehen, denn dort sieht man deutlich mehr vom inneren Grab. 5 Minuten von den Pyramiden entfernt liegen die Sphinx, mit dem Rücken zu den Pyramiden.


Die Schattenseite von dem ganzen Spektakel – unmittelbar neben den Pyramiden entwickelt sich eine mittelgroße Stadt und die Pyramiden sind schon bald nicht mehr von der Wüste umgeben. Viele Kamele die schlecht gepflegt werden, werden von hunderten Touristen bestiegen und die ganze Umgebung und die historischen Bauten werden meiner Meinung nach von den ganzen Besuchern beschädigt. Ich weiß nicht, ob und wie lange das so noch weitergehen kann.

Von Giza braucht man 6 Stunden nach Hurghada, eine für Touristen ausgelegte Stadt, ähnlich wie Mallorca oder Antalya. Dort gibt es zahlreiche Hotels und unterschiedliche Angebote. Von der Wüstentour mit dem Quad, Tauchen in 15 meter Tiefe bis hin zu Tagesausflügen nach Kairo, Giza, Luxor oder andere Städte.
Einige dieser Touren konnte ich mitmachen und auch einen Tagesausflug nach Luxor machte ich mit. Die Reise ins Tal der Könige. Leider sind dort Kameras verboten und so habe ich nur Fotos mit dem Smartphone machen können. Recherchiert aber selbst ob Kameras erlaubt sind, da dies zwischendurch auch mal gerne angepasst wird.

Insgesamt könnte ich noch tausende Sätze über dieses Erlebnis in Ägypten schreiben, ich fasse aber die aus meiner Sicht wichtigsten Infos & Tipps zusammen:

  • Entscheidet euch dafür, was ihr genau machen wollt. Wenn ihr nur am Strand liegen wollt, meidet die Monate November bis März. Wenn ihr aber die Sehenswürdigkeiten im Land anschauen wollt, könnt ihr genau diese Monate nutzen (und trotzdem täglich paar Stunden im Wasser bleiben ohne zu erfrieren).
  • Deutsche brauchen kein Visum, füllen jedoch einen kleinen Infozettel im Flieger aus und zahlen bei der Ankunft in Ägypten 25€.
  • Es ist in Ägypten üblich fast jedem Trinkgeld zu überreichen. Vom Busfahrer bis hin zu den Reinigungsdiensten ist es normal dort. Daher ist es empfehlenswert viel Kleingeld mitzunehmen oder nach der Ankunft das Geld zu wechseln und dementsprechend aufzuteilen.
  • Wenn ihr an den Tripps/Touren teilnehmen wollt, müsst ihr viele Angebote vergleichen und verhandeln. Beispielsweise saßen wir im Kleinbus mit mehreren Deutschen Gästen und hatten alle unterschiedliche Preise bezahlt (35€ – 90€ für die gleiche Leistung). Bei lokalen Anbietern kann man teilweise günstiger als Getyourguide buchen =).
  • Ihr braucht keine Angst bezüglich der Kleiderordnung etc. zu haben. Die Menschen kennen die Touristen mittlerweile gut und keiner wird aufgezwungen sich zu verschleiern oder Sonstiges.

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