Istanbul: Ein Besuch zwischen West und Orient

Istanbul. Zu dieser Stadt kann man wahrlich nicht genug schreiben. „Wenn es auf der Welt nur ein Land gäbe, dann wäre die Hauptstadt Istanbul“, die einstigen Worte Napoleons.
Die Stadt hat aktuell knapp 16 Millionen Einwohner, doch egal wo man diese Zahl anspricht, die Zahl wird von vielen auf knapp 20 Millionen Menschen eingeschätzt.
Die Stadt ist jedenfalls extrem überfüllt, die Straßen wimmeln nur von Menschen, der Verkehr ist fast immer komplett ausgelastet und die öffentlichen Verkehrsmittel sind auch nahezu immer randvoll. Eine Metropole halt, nicht zu vergleichen mit Berlin, Köln, Hamburg oder München. Vielleicht stellt man sich die aufgezählten Städte auf einem Fleck vor um sich die Größe zu veranschaulichen.

 

Istiklal Caddesi

Dennoch kommt man mit Bus, Straßenbahn, Metro oder Fähre überraschend gut durch die Stadt. Taxifahrten sind zwar sehr günstig, jedoch dauern diese bei stockendem Verkehr auch oft etwas zu lang.
Derzeit wird die Metro noch ausgebaut und schon bald soll man die komplette Stadt mit dem Netz abdecken (ca. Mitte 2019 eröffnen wohl viele neue Stationen – zum Metroplan). Auch zwischen den Kontinenten kann man mittels der Marmaray-Metro die Seiten zwischen Europa und Asien wechseln und dass nur innerhalb weniger Minuten (zuvor muss man aber ziemlich viele, lange Rolltreppen nach unten besteigen bzw. runterlaufen).
Wer nicht nur die Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen, sondern die Stadt auch wirklich erleben will, der sollte möglichst viele und unterschiedliche Stadtteile besuchen. Dann wird man feststellen, dass die Stadt unglaublich unterschiedlich sein kann – kein Wunder bei einer Metropole mit geschätzten 20 Millionen Menschen, dennoch erstaunlich und faszinierend wie unterschiedlich eine Stadt sein kann.

Galata Turm


So fühlt man sich in den europäischen Teilen wie z.B. Fatih oder Eyüp, teilweise wie im Mittleren Osten. Das sind konservative Stadtteile und der Großteil der Bevölkerung besteht aus sunnitischen Muslimen.
Diese Stadtteile beheimaten zudem unheimlich wichtige Bauten wie z.B. die Eyüp-Sultan-Moschee, Fatih-Moschee oder die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee. Zudem hat man hier auch in unmittelbarer Nähe interessante Punkte wie den Grand Bazaar, das Topkapi-Museum, die Hagia Sophia oder die Blaue Moschee um nur einige wenige aufzuzählen.


Historie ist aber überall in der Stadt verteilt, so kann man beispielsweise im Dolmabahce Sarayi (Toddesstätte Atatürks) oder Beylerbeyi Sarayi einen Besuch abstatten und im Ciragan Palast sogar übernachten.

Sent Antuan Kathedrale

Richtung Taksim Platz gibt es einige sehenswerte Kirchen wie z.B. die Sent Antuan kilisesi unmittelbar an der Istiklal Caddesi. Parallel auf einer Höhe mit den Botschaften auf der Straße gibt es auch noch andere wichtige christliche Bauten.
Zu diesen gehört unter anderem auch das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel.
Da Istanbul bis 1453 vom Christentum geprägt war und seitdem unter islamischer Herrschaft ist, findet man an vielen Orten und Stellen Spuren dieser Religionen.
Wie so oft behaupte ich, dass Fotos mehr aussagen als tausend Worte und lasse euch mit diesen alleine.


Man muss sich einfach mal vor Augen führen, dass diese Stadt schon immer ein Zentrum für Wirtschaft & Bildung war. Nahezu jede Straße dort, hat ihre eigene Geschichte.

Möwe auf dem Galata Turm

Tipp: Empfehlen kann ich euch die Istanbulkarte (7TL + Aufladebetrag) für die öffentlichen Verkehrsmittel und eine Museumskarte (125TL für Menschen ohne türkischem Pass), damit habt ihr Zugang zu vielen Museen und braucht keine anderen Eintrittskarten.

Süleymaniye Moschee Aussichtsplattform
Hagia Sophia
Istanbul Skyline
Kiz Kulesi

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